Freudenstadt ist in Sachen Breitbandversorgung gut aufgestellt: Im Bereich der Innenstadt sowie in vielen Ortsteilen konnte in den letzten Jahren durch die Verlegung von Glasfaser eine enorme Verbesserung erzielt werden. Und auch in den Gewerbegebieten haben die allermeisten Unternehmen und Gewerbetreibende eine sichere und schnelle Internetanbindung.


Breitbandausbau

Auf dem Kniebis und dem Zwieselberg sowie im Bereich Langenwaldsee wird das langjährige Versorgungsdefizit auf Grund der Zuschüsse von Bund und Land aktuell beseitigt. 

Ausbau Zwieselberg
Im Sommer 2020 beginnen auf dem Zwieselberg die Bauarbeiten. Hier gibt es derzeit kein kabelgebundenes Internet. Der Bau wird mit rund 667.000€ vom Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden Württemberg bezuschusst. Dies sind 68,6 Prozent der anfallenden Kosten, den Rest investiert die Stadt. Aber auch die Nutzer beteiligen sich mit einem Eigenanteil von rund 3,3 Prozent an den Ausbaukosten. 


Ausbau Kniebis
Die Anbindung an schnelles Internet ist auf dem Kniebis derzeit zweigeteilt: 
Während der eine Teil des Ortes schon schnell im Netz unterwegs ist, ist der sogenannte „badische Kniebis“ noch ein „weißer Fleck“. Aber auch hier gibt es in naher Zukunft Aussicht auf einen schnellen, kabelgebundenen Internetanschluss.
Im Dezember 2019 hat die Stadt Freudenstadt eine Zusage über 1,4 Millionen Euro Fördermittel des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur und aktuell im März dieses Jahres nochmals über rund 1,13 Millionen Euro Landesfördermittel erhalten.
Auf dem Kniebis wird der Breitbandausbau mit dem Flurneuordungsverfahren gebündelt – das heißt, es gibt nicht nur schnelle Datenleitungen sondern auch neue Straßen und Wege. 

Ausbau Bereich Langenwaldsee:
Hier geht es neben der Anbindung einiger privater Haushalte auch um die Versorgung eines Hotels sowie eines Campingplatzes mit zukunftsfähigem Internet. Derzeit gibt es hier so gut wie keinen Empfang. Manch ruhesuchender Tourist freut sich darüber, die Gastgeber aber sind auf eine zuverlässige Internetanbindung angewiesen. Ein Förderantrag wurde auch für dieses Gebiet eingereicht.

Komm.Pakt.Net: Kommunalanstalt öffentlichen Rechts
Durch die kleinen Ausbaugebiete mit nur wenigen Anschlüssen, ist es für kommerzielle Anbieter wenig attraktiv selbst aktiv zu werden. Deshalb legt die Stadt Leitungen auf eigene Kosten, mit Förderung durch Bund und Land, und sucht dann zusammen mit anderen Gemeinden im Landkreis nach möglichen Betreibern.
Daher ist die Stadt Freudenstadt im Frühjahr 2019 „Komm.Pakt.Net“ beigetreten. Dies ist eine selbständige gemeinsame Kommunalanstalt öffentlichen Rechts, die das Ziel hat, durch Bündelung der Ausschreibungsflächen im Landkreis möglichst attraktive Angebotsbedingungen für die Netzbetreiber zu erzielen und schlussendlich auch attraktive Konditionen für die Nutzer sicherzustellen.


BelWü-Netz:Hight-Speed-Internet an Schulen und Campus
BelWü steht für „Baden-Württembergs extended LAN“ und ist das Datennetz der wissenschaftlichen Einrichtungen des Landes Baden-Württemberg. Es verbindet Universitäten und Hochschulen, sonstige wissenschaftliche Einrichtungen, Schulen und öffentliche Bibliotheken miteinander. Die Geschwindigkeit liegt bei bis zu 10 Gbit/s bei einem gleichbleibend fließenden Datenverkehr in beide Richtungen. Im Herbst 2019 hat die Stadt zusammen mit den Stadtwerken Freudenstadt den Anschluss an das BelWü-Netz umgesetzt.
Ein Großteil der städtischen Schulen ist bereits an das Landeshochschulnetz BelWü angeschlossen. 

5-G-Testfeld
An das BelWü-Netz ist auch das Ende 2019 eröffnete Zentrum für Digitalisierung, Führung und Nachhaltigkeit Schwarzwald, der Campus Schwarzwald, angeschlossen. Der Campus Schwarzwald ist, in Kooperation mit der Universität Stuttgart, ein wichtiger Baustein für eine exzellente universitäre Ausbildung und forscht anwendungsbezogen zu den Ausprägungen neuester Technologien im Feld der Digitalisierung im Maschinenbau und in der produzierenden Industrie.
Am Campus Schwarzwald wurde Ende 2019 ein 5-G-Testfeld für Themen rund um das IIoT (Industrial Internet of Things) eingerichtet. Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) haben hier die Möglichkeit, ihre Produkte, Anwendungen und Geschäftsmodelle mit dem neuen Mobilfunkstandard 5G weiterzuentwickeln.