Breitbandausbau startet Ende August 2020
 
Am 7. August wurde nach zweijähriger Planung der offizielle Startschuss für den Breitbandausbau auf dem Zwieselberg gegeben. Vertreter der Stadt, der beteiligten Firmen sowie des Gemeinderates freuten sich beim symbolischen Baustart, dass einer der letzten weißen Flecken im Stadtgebiet an das kabelgebundene Internet angeschlossen wird. Ab Mitte Oktober werden die einzelnen Hausanschlüsse realisiert. Vom Ausbau profitiert auch der Bereich Langenwaldsee, der durch ein Abzweig entlang der Trasse ebenso an die Datenautobahn angeschlossen wird.
 
Für Oberbürgermeister Julian Osswald ist klar: „Dieser Spatenstich katapultiert Zwieselberg in das nächste Jahrtausend. Für uns eine echte Investition in die Zukunft.“ Für ihn gehört die Breitbandversorgung zur Daseinsversorgung und „sollte daher wie Wasser und Strom, jedem Bürger zur Verfügung stehen.“ Das Besondere an der Anbindung auf dem Zwieselberg sei, dass jeder Haushalt direkt an das Glasfaserkabel angebunden wird, die sogenannte letzte Meile entfällt. Hierfür wird eine rund sieben Kilometer lange Glasfaserleitung auf den Zwieselberg verlegt. Angeschlossen wird die Datenleitung am neuen Verteiler (PoP) am Landratsamt. Die Verlegung des Glasfaserkabels selbst startet an der Rappenstraße, von dort führt die Trasse über den Teuchelwald und den Unteren Zwieselberg bis auf den Zwieselberg. „Seit Beginn meiner Amtszeit arbeiten wir an diesem Thema – es ist gut zu sehen, was man mit Beharrlichkeit erreichen kann.“ Diese Beharrlichkeit hatte auch Beate Gernsheimer. Als Einwohnerin von Zwieselberg und Stadträtin hat sie immer wieder das Thema Breitband mit Nachdruck platziert. Umso erfreulicher war es für sie und für alle Beteiligten der Stadt, als Anfang 2019 der bewilligte Förderbescheid vom Land ins Rathaus kam. Der Ausbau wird mit rund 667.000 Euro vom Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden Württemberg bezuschusst. Dies sind 69 Prozent der anfallenden Kosten, den Rest investiert die Stadt. Aber auch die Nutzer beteiligen sich mit einem Eigenanteil für den Hausanschluss an den Ausbaukosten.
 
Elke Latscha Wirtschaftsbeauftragte der Stadt und Koordinatorin des Breitbandausbaus freut sich über den Baustart: „Unzählige Feinabstimmungen sind in so einem Projekt im Vorfeld nötig.“ Sie lobte die gute Zusammenarbeit und Koordination mit dem Landratsamt sowie mit dem Ingenieur-Büro Kirn und der RALA NGN Germany GmbH, die für die Ausbauplanung verantwortlich sind. Die Tiefbauarbeiten starten in der letzten Augustwoche. „Wir sind sehr froh, dass wir auch bei diesem Projekt die Firma Strabag GmbH als erfahrenen Partner im Breitbandausbau an der Seite haben“, erklärt Rudolf Müller, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung. Für ihn ist eine zeitgemäße Infrastruktur das A&O, um einen Rückgang der Einwohner in den Teilorten aufzuhalten und auch weiterhin junge Familien dort zu halten oder anzusiedeln.

Auch die regionale Presse berichtet:

Zeitungsbericht Schwabo Spatenstich Zwieselberg

Zeitungsbericht Neckar Chronik Spatenstich Zwieselberg

19. Dezember 2022: Zwieselberg bekommt Anschluss an die Daten-Autobahn

Rundum Natur, aber drunter digital: Der Zwieselberg hat jetzt Breitband-Internet.

Vertreter von Stadt Freudenstadt,  Landratsamt, NSW Netz, Wirtschaftsförderung und dem Ort trafen sich jetzt, um den Anschluss an die Datenautobahn zu feiern. „Heute ist ein guter Tag für den Zwieselberg“, sagte Oberbürgermeister Julian Osswald. Wenn das geflügelte Wort „Was lange währt, wird endlich gut“ eine Berechtigung habe, dann in diesem Fall. 2018 hatte die Stadt den Förderantrag gestellt. Aber das Verfahren sei komplex gewesen; ständig seien neue Hürden aufgetaucht, zuletzt eine Zwangspause beim Bau der Leitungen durch den Wald zum Schutz des Auerhuhns.

8,3 Kilometer Glasfaser-Leitung wurden verlegt, davon etwa sieben Kilometer durch den Wald hinauf auf den Zwieselberg. Rund 950.000 Euro haben Bund, Land und Stadt investiert, um die 24 Haushalte ans Breitbandnetz anzuschließen. „Dafür sind wir sehr, sehr dankbar“, so Osswald. Die Anlieger müssen lediglich 500 Euro für den Hausanschluss selbst aufbringen. Schnelles Internet zähle heutzutage zur Daseinsfürsorge und sei für Hauseigentümer mittlerweile so unerlässlich wie Strom, Wasser und Abwasser. Ein „weißer Fleck“ auf der Landkarte sei nun verschwunden.

„Wir sind sehr froh“, sagten Stadträtin Beate Gernsheimer und Bürgeranwalt Wolfgang Schmid. Der Anschluss ans Glasfasernetz bringe Entwicklungen im Ort in Bewegung und eröffne neue Perspektiven. Gernsheimer sagte, ihr Sohn sei in der IT tätig und könne sich in Zwieselberg nun niederlassen, weil er jetzt leistungsfähiges Internet vorfinde. Ein Vermieter von Ferienwohnungen sei ebenfalls auf Wlan angewiesen, um für Gäste attraktiv zu bleiben. Die ehemalige Klinik lasse sich mit Breitbandanschluss ebenfalls besser verkaufen und neu nutzen. Schnelles Internet sei ein wichtiger Beitrag, um lebendige Ortsteile erhalten zu können.

Regionale Presseberichte zur Inbetriebnahme des Breitbandnetzes auf dem Zwieselberg:

Bericht vom 23. Dezember 2022 Neckar-Chronik

Bericht vom 28. Dezember 2022 Schwarzwälder Bote 

Breitband Inbetriebnahme Zwieselberg 2022