Stadtnachricht

Jugendehrenamt wird anerkannt


Jugendehrenamt wird anerkannt ist eine gemeinsame Initiative des Kreisjugendrings Freudenstadt e.V. und der Stadt Freudenstadt. In diesem Jahr startet die Aktion bereits zum 8. Mal. Sie richtet sich an Jugendliche im Alter von 12 bis 25 Jahren. Das ehrenamtliche Engagement kann im sozialen, kulturellen, kirchlichen oder ökologischen Bereich erfolgen. Wie, wo und womit sich die Jugendlichen engagieren, wird in einem Logbuch festgehalten. Dort werden die geleisteten Stunden eingetragen und von einem Ansprechpartner im Verein, im Verband in der Schule oder anderen Institutionen gegengezeichnet. Ab einem Stundenumfang von 50 Stunden im Jahr wird das Engagement öffentlich geehrt und mit einem attraktiven Preis belohnt.
 
Seit Beginn der Aktion 2011 beteiligten sich mehrere hundert Jugendliche an der Initiative. Einer von ihnen ist Urs Christoffel. Der 17-jährige aus Freudenstadt machte dieses Jahr zum ersten Mal bei der Initiative mit, engagiert sich aber schon seit fünf Jahren ehrenamtlich beim DLRG der Ortsgruppe Freudenstadt. Im Interview erzählt der 17-jährige Schüler über seine Motivation, sich ehrenamtlich zu engagieren.
 
Urs, wie viele Stunden ehrenamtliches Engagement hast du letztes Jahr geleistet, bzw. wie viele Stunden hast du wöchentlich geleistet?
Ich mach das 2mal pro Woche, Dienstag und Mittwoch jeweils 2 Stunden, also 4 Stunden pro Woche. Letztes Jahr und auch dieses Jahr mache ich zusätzlich einen Lehrschein, d.h. wir versuchen auf so viele Lehrgänge wie möglich zu gehen, um dann alle Abzeichen abzunehmen, die es gibt. Wir waren also auf vielen Wochenenden auf Lehrgängen.

Kannst du dir die Lehrgänge auch anrechnen lassen?
Ja, die kann ich mir auch anrechnen lassen.

Wen trainierst du?
Wir trainieren im Panorama-Bad in drei Blöcken. Der erste Block ist für die ganz kleinen Kinder, die haben schon das Seepferdchen, die trainieren wir auf Bronze. Währenddessen trainieren wir die anderen auf die Jugendschwimmabzeichen in Bronze, Silber und Gold. Im zweiten Block trainieren wir die „härteren“ Sachen, da machen wir den Juniorretter, das ist der Übergang vom Gold zum Rettungsschwimmer Abzeichen. Im dritten Block haben wir die Älteren, das sind z.B. externe Ältere, die den Rettungsschwimmer Silber machen. Im Schwimmbad Wittlensweiler trainiere ich mit den Jüngsten auf das Seepferdchen.

Wie lange machst du das schon?
Ich schwimme seit ich fünf bin. Im DLRG Freudenstadt selber bin ich seit 10 Jahren, ehrenamtlich tätig seit 5 Jahren.

Gibt es etwas, was dir besonders viel Spaß macht?
Mir macht eigentlich alles Spaß. Ich bin Sanitätshelfer, wir machen aber auch Wachen, die sind im Juni, Juli und August, da gehen wir auf Wache an die Erzgrube. Aber auch das Trainieren mit den Kindern und ihnen was beizubringen macht mir viel Spaß.

Wie bist du dazu gekommen, dich ehrenamtlich zu engagieren?
Mich hat das Trainersein interessiert, und ich wurde dann angesprochen. Ich bin jetzt selber frisch Jugendleiter im DLRG und wir versuchen immer, Jüngere ins Team einzubringen. Wir sind im DLRG eine Gemeinschaft und Jüngere werden immer gerne ins Team aufgenommen.
 
Welche Rückmeldung bekommst du von Erwachsenen und Jugendlichen für deine Arbeit? Lohnt es sich für dich ehrenamtlich tätig zu sein?
Auf jeden Fall. Rückmeldungen bekommt man immer. Die Jüngeren freuen sich immer wenn man kommt und sind fast traurig wenn sie wieder gehen müssen. Die Älteren freuen sich wenn sie sich beim Schwimmen auspowern können und bedanken sich sogar. Intern sitzen wir manchmal noch im Pano zusammen und da bekommt man auch immer gute Rückmeldungen.

Glaubst du, dass dir dein Engagement irgendwas für später bringt?
Nimmst du was für dich persönlich mit?Ja, das glaube ich ganz sicher. Wir gehen ja auch auf Lehrgänge, und da ist es sehr interessant was man da alles lernt. Wir haben z.B. auf Lehrgängen Methodik und Didaktik kennengelernt, welche Lernmethoden man einsetzen kann. Das ist total interessant und man lernt was fürs Leben. Man lernt z.B. Vorträge zu halten, Powerpoint, frei zu sprechen und Rhetorik. Rettungsschwimmer zu sein und wöchentlich zu schwimmen macht natürlich auch fit. Außerdem ist es cool, Rettungssanitäter zu sein, wenn also was ist, weiß man was man machen kann.
 
(Das Interview führte Yvonne Krämer, KiJuz)

Weitere Informationen, Flyer und Logbücher gibt es bei Yvonne Krämer im Kinder-und Jugendreferat, Forststr.23 in Freudenstadt, Telefonnummer 07441-8638462 oder unter der Emailadresse yvonne.kraemer@kijuz.de.

Impressionen aus Freudenstadt
Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass unsere Dienste Cookies verwenden. Mehr erfahren OK