Zwieselberg

Geschichte

Im Jahr 1696 ließen sich einige Holzhauerfamilien aus Tirol auf dem Zwieselberg nieder. Sie wurden vom Kloster Rippoldsau als Holzhauer für den klostereigenen „Pfaffenwald“ angeworben. Staatsrechtlich gehörte der Zwieselberg trotz der Eigentumsrechte des Rippoldsauer Klosters zu Württemberg. Das kam daher, dass 1500 die Herren von Geroldseck-Reinerzau den kleinen Ort Zwieselberg an das Kloster Alpirsbach verkauften. Das Kloster gehörte zu Württemberg und außerdem stand Zwieselberg auf der Gemarkung von Reinerzau. Die Kolonisten auf dem Zwieselberg - Leute aus dem ehemals fürstenbergischen Gebiet um Rippoldsau - unterstanden dem württembergischen Schultheiß in Reinerzau und dem Klosteramt Alpirsbach. Ab 1811 war das Oberamt Freudenstadt zuständig. Damals einzigartig war, dass die Zwieselberger katholisch waren - in den anderen Orten gab es ausschließlich die evangelische Konfession. Daher mussten die Zwieselberger in die katholische Kirche nach Rippoldsau gehen – in Freudenstadt gab es keine. 1858 wurde dann endlich eine katholische Kirche in Freudenstadt gebaut.

Blick auf Zwieselberg

Heute

ist Zwieselberg ein Naturparadies mit dichten Fichten- und Tannenwäldern. Oberhalb der Talsperre „Kleine Kinzig“ genießt man eine schöne Aussicht auf die Schwäbische Alb, den Südschwarzwald und die Schweizer Alpen. 1926 wurde Zwieselberg politisch nach Freudenstadt eingemeindet und bildet mit seinen noch nicht einmal 100 Einwohner den „kleinsten Stadtteil“, einen so genannten Wohnbezirk. Langläufer finden hier im Winter optimal präparierte Loipen. Zwieselberg ist eine besondere Oase der Ruhe. Alte Grenzsteine und der bekannte „Grenzweg“, der an die einstige Landesgrenze zwischen Baden und Württemberg erinnert, machen deutlich, dass Zwieselberg ein Grenzgebiet war.


Impressionen aus Freudenstadt
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