Weihnachtsgrüße des Oberbürgermeisters


OB Weihnachtsgruß

Liebe Freudenstädterinnen und Freudenstädter,
 
wir erleben in diesem Jahr eine sehr außergewöhnliche Adventszeit. Leider liefern die Meldungen über die Zahlen der Pandemie-Entwicklung allen Anlass zu erhöhter Vorsicht. Die notwendigen Einschränkungen dürfen uns aber nicht die Vorfreude auf das Weihnachtsfest nehmen. Denn gerade nach einem Jahr voller Entbehrungen und Anstrengungen sehnt man sich nach einem Stück Normalität und nach ein paar Tagen der Ruhe und Besinnung.
Ich möchte Sie herzlich bitten, mit den kurzzeitig gelockerten Regelungen verantwortungsvoll umzugehen, um besonders gefährdete Personen zu schützen.
 
Die Zeit kurz vor den Feiertagen möchte ich wie gewohnt nutzen, um einen Blick auf die Entwicklungen im zurückliegenden Jahr zu werfen. Zuerst möchte ich mich herzlich bei den Bürgerinnen und Bürgern dafür bedanken, dass sie sich geduldig und diszipliniert an die Maßnahmen der Corona-Verordnungen gehalten haben und das nach wie vor tun, bis sich eine Entspannung feststellen lässt und Lockerungen möglich werden. Seitdem die Krise im März auch den Landkreis Freudenstadt erreicht hat, haben wir vieles darüber gelernt, wie wir gut durch diese schwierige Zeit kommen können. Eines aber steht von Anfang fest: ohne den Zusammenhalt unserer Gesellschaft sind alle Maßnahmen wirkungslos. Ein überwältigend großer Teil der Bevölkerung hat schnell akzeptiert, dass jetzt nicht die Zeit für Ausnahmen ist, weil sich gerade dahinter das Risiko einer unkontrollierten Verbreitung des Virus verbirgt.
Trotz allem darf das öffentliche Leben nicht in eine Schockstarre verfallen. In der Gastronomie, Hotellerie und in den Einkaufsgeschäften wurde in kürzester Zeit mustergültige Arbeit geleistet, um einen Betrieb mit Hygiene- und Abstandskonzepten zu ermöglichen.
 
Durch die erneute Schließung wurden die Betriebe hart getroffen. In kürzester Zeit stellen sie jetzt wieder kontaktlose Einkaufsmöglichkeiten per (Video-)Anruf, E-Mail oder Online-Shopping auf die Beine. Nun liegt es an uns, dass wir uns zu unseren lokalen Geschäften bekennen und uns nicht in Richtung der großen Online-Versandhändler abwenden.
 
Ich möchte mich auch bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung bedanken, dass sie schnell und flexibel in den Krisenmodus umgeschaltet haben. Obwohl die Pandemie in vielen Bereichen das Tagesgeschäft bestimmt, sind die laufenden Projekte im Zeitplan geblieben. Wir haben den Teilneubau des Krankenhauses weiterhin aktiv begleitet und konnten die geplanten Straßenbauarbeiten abschließen. In den Wohnbaugebieten und im Gewerbegebiet Sulzhau sorgen viele neue Bauprojekte für positive Akzente.
Diese Signale stimmen mich für die Zukunft unserer Stadt zuversichtlich. Die erfolgreichen mittelständischen Unternehmen vor Ort und in der Region sind auf eine zukunftsweisende Entwicklung ihres Standortes angewiesen, was vor allem die Faktoren Bildung, Wohnraum, Versorgung und Freizeit betrifft. Der Campus Schwarzwald hat als Triebfeder der Innovation in den Bereichen Forschung und Lehre schnell auf eine digitale Arbeitsweise umgestellt. Seminare und Vorlesungen können online fortgeführt werden.
Dank der nachhaltigen Investitionen in die Kinderbetreuung und die Schulgebäude, neuen Baugebieten, der modernen Energieversorgung durch die Stadtwerke, dem Neubau des Krankenhauses durch den Landkreis und mit den vielen Freizeitmöglichkeiten übt Freudenstadt gemäß dem Motto „innen Stadt – außen wild“ immer mehr Anziehungskraft aus.
 
Bei aller gebotenen Vorsicht und Rücksicht sollten wir Optimismus und Freude nicht verlieren. Schlechte Stimmung zu verbreiten hilft uns nicht weiter. In diesen Zeiten ist Solidarität das wichtigste Gut. Ich wünsche Ihnen allen ein friedliches und fröhliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2021. Bleiben Sie gesund!
 
Ihr
Julian Osswald
Oberbürgermeister