Stadt baut Testangebote weiter aus


Die nationale Corona-Teststrategie der Bundesregierung beinhaltet, dass die Möglichkeiten der Schnelltests in Arztpraxen oder Apotheken durch kommunale Angeboten ergänzt werden sollen. Deshalb baut die Stadt Freudenstadt ihre Testangebote vor Ort weiter aus.
 
Am 12. März ist ein Bürger-Schnelltest-Zentrum im Foyer des Kurhauses in Betrieb gegangen. Dort werden montags und freitags Corona-Schnelltests angeboten, die den Bürgerinnen und Bürgern einmal in der Woche vom Bund zugestanden und bezahlt werden. Die Tests werden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Johanniter durchgeführt. Obwohl noch unklar ist, wann und wie die Abrechnung dieser Tests genau ablaufen soll, wird die Stadtverwaltung die Kapazitäten erweitern und auch mittwochs Tests anbieten. Die praktischen Aufgaben in der Pandemiebekämpfung binden dauerhaft personelle Kapazitäten. Das gilt sowohl vor Ort in den Testzentren, als auch im Rathaus. So gibt es für die Freudenstädterinnen und Freudenstädter nicht nur ein Online-Portal zum Bürger-Schnelltest-Zentrum, sondern auch ein Infotelefon, das von Montag bis Freitag erreichbar ist.
 
Im Schnelltest-Zentrum in der Stadionhalle werden, wie seit 23. Februar, weiterhin zwei Mal pro Woche anlasslose Tests für das Lehr- und Erziehungspersonal angeboten. Außerdem können sich dort die Lehrkräfte der Landkreis-Schulen sowie bei Bedarf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung testen lassen. In der Stadionhalle konnten sich im Vorfeld der Landtagswahl auch die Wahlhelferinnen und Wahlhelfer testen lassen.
 
Nachdem beide Testzentren eine starke Resonanz verzeichnen und sich die Abläufe gut eingespielt haben, liegt die höchste Priorität für den Krisenstab der Stadtverwaltung aktuell auf der Beschaffung und der Organisation der Selbsttests für Schülerinnen und Schüler.
 
Die Stadtverwaltung möchte die Schulleitungen bei pragmatischen Lösungen unterstützen und geht dafür finanziell und personell erneut in Vorleistung. Da die Selbsttests des Landes für die Schulen erst nach den Osterferien zur Verfügung stehen werden, hat die Stadtverwaltung eine erste Tranche bestellt, die ab nächster Woche zur Verfügung stehen wird. Das Deutsche Rote Kreuz wird das Lehrpersonal im Umgang mit den Selbsttests schulen und auf Wunsch auch bei den ersten Tests im Klassenzimmer dabei sein.
 
Die Stadt ist bei der Testung von 1.800 Schülerinnen und Schülern im Präsenzunterricht (alleine in den städtischen Schulen) zwingend auf die Unterstützung der Eltern und Lehrkräfte angewiesen.
Oberbürgermeister Julian Osswald: „Nur gemeinsam kann es gelingen, dass die Inzidenzwerte in der Stadt vergleichsweise stabil bleiben und hoffentlich bald wieder sinken. Es würde uns sehr den Rücken stärken, wenn die Landesregierung mehr Klarheit in die Beschaffungswege und Abrechnungsmodalitäten für die verschiedenen Tests und Anwendungsbereichen bringt.“

Testzentrum Stadtionhalle