Markttage in Freudenstadt


Ab kommenden Samstag ist es wieder soweit: Auf dem Unteren Marktplatz findet ab 7. Mai bis Mitte Oktober auch samstags ein kleiner Wochenmarkt statt. Dieser unterscheidet sich nicht nur in der Örtlichkeit von den bereits seit Jahrzehnten etablierten Wochenmärkten dienstags und freitags, sondern auch zeitlich und vor allem auch vom Angebot. Vorwiegend regionale und saisonale Lebensmittelstände werden ergänzt durch feines Kunsthandwerk aus der Region sowie durch ein Blumen- und Weinangebot. Jeden Samstag von 9 Uhr bis 14 Uhr sind die Händler vor Ort auf dem Vorplatz der Stadtkirche, der mit seinem Kopfsteinpflaster zum gemütlichen Einkaufsbummel einlädt. Zum Auftakt ergänzt am 7. Mai auch der „Blümlesmarkt“ der Stiftung Eigen-Sinn das Angebot auf dem Kirchplatz.

Eigens für den neu zu etablierenden Samstagsmarkt wurden im letzten Sommer zwei Marktmeister engagiert. Für sie hieß es in der Wintersaison alle Hebel in Bewegung zusetzten, um auch im zweiten Marktjahr samstags ein attraktives und ausgewogenes Angebot zusammenzustellen. Mit 22 angemeldeten Beschickern, die abhängig von der Saison ihrer Ware vor Ort sein werden, ist die Zusammenstellung des Angebots vielfältig und abwechslungsreich. Neben Gemüse und Obst, Wurst, Käse und Honig sowie Schwarzwaldforelle und Öle finden die Marktbesucher auch allerlei Hochprozentiges und Selbstgemachtes. Selbstverständlich alles regional und saisonal. Ein so vielfältiges Angebot zusammenzustellen sei nicht einfach gewesen, berichten die Marktmeister, denn viele Händler, die gerne ihre Waren auch samstags auf dem Markt anbieten würden, haben massive Probleme Personal zu finden. „Bei den Direktvermarktern ist samstags häufig der Hofladen geöffnet, und so ist es den Herstellern meist selbst nicht möglich auf den Markt zu kommen“, berichtet Marktmeisterin Sarah Wilhelm. „Gerne dürfen sich daher Interessierte, die Lust haben samstags auf dem Freudenstädter Markt einzuspringen und zu verkaufen unter marktmeister@freudenstadt.de melden, wir organisieren dann den Kontakt zu den Händlern.“ Und Marktmeister Michael Thierbach ergänzt: „Dasselbe gilt auch für Anbieter, die spontan noch Kapazitäten haben oder aber auch „Mutige“, die gerne sich und ihr Angebot in der Direktvermarktung ausprobieren möchten.“ Speziell gesucht sind noch Anbieter oder Verkäufer für Backwaren sowie Spezialitäten.

Elke Latscha, Wirtschaftsbeauftragte und Mitorganisatorin, freut sich, dass die Marktsaison wieder startet: „Keiner wusste im vergangenen Jahr so recht, wie das Angebot angenommen werden würde. Die Resonanz war gut, in einer Umfrage hat die Wirtschaftsförderung die Einschätzung der Händler abgefragt. Dass nun viele auch im zweiten Jahr wieder dabei sind, zeigt, dass der Markt auf dem besten Wege ist sich zu etablieren.“ Ein Wochenmarkt am Samstag wurde schon seit Jahren immer wieder vom Gemeinderat gewünscht und auch von den Freudenstädter Einzelhändlern befürwortet. „Mit dem Samstagsmarkt möchten wir vor allem auch Berufstätige ansprechen, die unter der Woche keine Möglichkeit zum Einkaufen auf dem Wochenmarkt haben. Die Marktzeiten sind von 9 Uhr bis 14 Uhr auch so gewählt, dass vor allem auch der Genuss und das Erlebnis Wochenmarkt im Vordergrund steht. Probiererle und Weinproben lassen Besucher den Markt mit allen Sinnen erfahren. Beim Marktangebot steht generell die Regionalität im Fokus: Die Marktbeschicker kommen, bis auf wenige Ausnahmen, alle aus dem Nordschwarzwald oder dem Badischen“, so Latscha. Die Intention, so die Wirtschaftsbeauftragte weiter, sei vor allem auch die Besucherfrequenz in der Innenstadt am Samstagvormittag zu erhöhen. „So profitieren auch die Einzelhändler und Gastronomen.“ Christoph Schittenhelm vom städtischen Ordnungsamt, zuständig für die Märkte in Freudenstadt, ist zuversichtlich, dass sich der Markt als Treffpunkt etabliert und eine feste Größe im Marktkalender wird.

Jeden Samstag von 11 Uhr bis 11.30 Uhr sorgt auch in diesem Jahr wieder die evangelische Gesamtkirchengemeinde für „Musik zur Marktzeit“. Hier musizieren Musikerinnen und Musiker aus der Region in der Stadtkirche unter der künstlerischen Leitung von Bezirkskantor KMD Jörg M. Sander.