Weihnachtsmarkt abgesagt


Die Entscheidung, den Markt ausfallen zu lassen, teilen Vorstand und Geschäftsführung des Stadtmarketingvereins jetzt mit. Der Weihnachtsmarkt hätte vom 9. bis 18. Dezember auf dem Oberen Marktplatz stattfinden sollen. Begründet wird die Entscheidung mit der viel zu geringen Zahl an Ausstellern, die sich für eine Teilnahme am Weihnachtsmarkt beworben haben. Dem Verein ist keine andere Entscheidungsmöglichkeit übrig geblieben, so der Vorstand. Trotz Verlängerung der Bewerbungsfrist um zwei Monate bis September hatten sich nur knapp 20 Interessenten auf die mehr als 60 verfügbaren Standplätze gemeldet.

Viel zu wenig Anmeldungen

Die erneute Absage des Weihnachtsmarkts nach der Corona-Zwangspause erfolgte laut Verein „nach langem Abwägen und schweren Herzens“. Eine sichere Planung sei mit einer solch geringen Anzahl an Standbetreibern „nicht möglich“ - das finanzielle Risiko für den Verein zu hoch. Dass viele Anmeldungen ausblieben, führt das Stadtmarketing auf gestiegene Preise für Energie und Waren, Einschränkungen beim Energieverbrauch, Personalmangel sowie die unsichere Lage in Folge des Kriegs in der Ukraine zurück. Auch schrecken viele Händler davor zurück, sich mit Ware einzudecken, auf der sie dann sitzen bleiben, wenn der Markt kurzfristig wegen der Corona-Situation oder einer Energienotlage abgesagt werden muss.  Die Absage erfolgt daher „frühzeitig“, ehe den Anbietern erhebliche Kosten entstehen.

Kleiner Markt im Kurgarten?

Oberbürgermeister Julian Osswald, der selbst Mitglied im Vorstand von „FreudenStadtMarketing“ ist: „Die Stadt ist bemüht, eine andere Lösung zu finden. Trotz aller Unsicherheit wollen wir uns nicht jegliche Freude nehmen lassen.“ Geplant ist ein kleinerer Weihnachtsmarkt mit Bewirtung und Kunsthandwerkern im Kurgarten. „FreudenStadtMarketing“ wird hierzu bei Bedarf seine Weihnachtsmarkthütten zur Verfügung stellen. Einzelheiten gibt die Stadt zu einem späteren Zeitpunkt bekannt.