1500 Stunden für das Ehrenamt


1. Jonas, wie viele Stunden ehrenamtliches Engagement hast du in Freudenstadt geleistet?
Vieth: Mein Logbuch, in dem ich alle meine ehrenamtlichen Stunden eintragen lasse, füllt sich stetig. Seit ich vor vier Jahren damit angefangen habe, sind mittlerweile rund 1.500 Stunden zusammen gekommen.
 
2. Das ist eine beeindruckende und vorbildliche Zahl. Bei welchen Vereinen und Organisationen engagierst du dich ehrenamtlich und was sind deine Aufgaben?
Vieth: Ich bin bei der Katholischen jungen Gemeinde Freudenstadt (KjG), dem Christlichen Verein junger Männer Dietersweiler (CVJM), bei der Katholischen Kirche Freudenstadt und früher beim TSV Freudenstadt als Handballtrainer – was ich aus beruflichen Gründen leider aufgeben musste – aktiv. Ich leite beispielsweise Jugendcamps, helfe beim Sommerzeltlager der Kirche, bin bei den Vorbereitungen zur Firmung oder beim regelmäßigen Fußballtreff der CVJM-Jungschar „Sport“ in Dietersweiler dabei.
 
3. Warum engagierst du dich so stark für das Ehrenamt?
Vieth: Ich habe selbst davon profitiert, dass sich Andere, beispielsweise Betreuer für Jugendcamps oder meine Trainer im Handball, engagiert haben. Ich möchte einfach etwas zurückgeben und andere Jugendliche dazu ermuntern, sich in Vereinen, Organisationen und für die Gesellschaft einzubringen.
 
4. Warum sollten sich andere Jugendliche engagieren?
Vieth: Es ist wichtig, dass man sich bewusst macht, dass ohne Ehrenamt viele Dinge, sei es Fußballtraining, Musikunterricht, Jugendzeltlager und vieles mehr, nicht möglich wären. Dabei reichen oftmals schon ganz wenige Stunden. Es wäre einfach schade, wenn in Zukunft so tolle Veranstaltungen und Angebote wegfallen würden. Ich versuche bei „meinen“ Jugendlichen immer Neugier und Spaß zu wecken und sie für das gesellschaftliche Engagement zu begeistern. Sie erleben ja hautnah, dass sich jemand für sie engagiert.
 
5. Was bringt dir das ehrenamtliche Engagement?
Vieth: Ich mache derzeit eine Ausbildung als Elektroniker bei der Firma Arburg. Ich bin sicher, dass mein Engagement sich positiv auf die Bewerbung ausgewirkt hat. Es zeigt nämlich, dass ich teamfähig und verlässlich bin und gerne Verantwortung übernehme. Das honoriert mein Arbeitgeber und ich darf dort bereits kleinere Führungsaufgaben, beispielsweise die Betreuung der Technikklasse der Realschule, übernehmen. Außerdem habe ich bei den Aktivitäten neue Kontakte geknüpft und neue Freunde gefunden.
 
6. Hast du bei all dem Engagement noch Zeit für andere Dinge?
Vieth: Klar. Wobei ich sagen muss, dass das ehrenamtliche Engagement mir viel Spaß und Freude macht. Deshalb ist das für mich Freizeit. Aber ich habe auch Zeit für meine Hobbies, wie Gitarre spielen, Freunde treffen oder der Schützenverein Dietersweiler. Ich finde, wenn man wirklich will, findet man immer Zeit.
 
Vielen Dank für das Gespräch.
 
Das Programm „Ehrenamt wird anerkannt“ zeichnet im Rahmen des Stadtfestes jedes Jahr engagierte Jugendliche aus. Weitere Infos sind bei Rosa Maria Paz (Kinder- und Jugendzentrum) unter 07441/7487 oder [email protected]e oder im Internet unter www.freudenstadt.de/jugendehrenamt erhältlich.