Informationen zum Coronavirus


Quelle: www.landkreis-freudenstadt.de/Startseite/Aktuell/coronavirus.html

Viele Eigenschaften des Virus sind laut Gesundheitsamtsleiter Axel Schneider noch nicht bekannt. Die Inkubationszeit, die Zeit von der Ansteckung bis zur Erkrankung, erstreckt sich auf bis zu 14 Tage. Es handelt sich um eine Infektion der unteren Atemwege, die mit Fieber einhergehen kann. Die Verläufe sind von leicht bis schwer möglich. Die Krankheitszeichen ähneln denen einer Influenza und die klinische Unterscheidung ist nicht leicht. Für die Labordiagnostik muss ein Rachenabstrich gewonnen werden. Zu Beginn der Coronavirusinfektionen war die Diagnostik in Deutschland nur an der Charité in Berlin möglich. Mittlerweile wird die Labordiagnostik in mehreren umliegenden Laboratorien getätigt. Schneider erklärt, dass man von einem begründeten Verdacht auf Coronavirus nach der aktuellen Definition des Robert Koch Institutes nur spricht, wenn neben einer akuten Infektion der unteren Atemwege zusätzlich bis maximal 14 Tage vor Erkrankung entweder Kontakt bestand zu einer am Coronavirus erkrankten Person oder ein Aufenthalt im Risikogebiet in China oder Italien stattgefunden hat. Aus dieser Orientierungshilfe des RKI lässt sich laut Schneider entnehmen, wie unwahrscheinlich eine Erkrankung mit Coronavirus in der Region für die Bevölkerung ist.

Bei einem Verdacht rät das Gesundheitsamt den Betroffenen zunächst den Hausarzt telefonisch zu kontaktieren, um die weitere Abklärung zu besprechen. Die Klinik in Freudenstadt ist für den Ernstfall ausgerüstet. Sofern die betroffene Person nicht schwer erkrankt ist, könne sie in häuslicher Quarantäne bis zum Erhalt des Laborergebnisses verbleiben.

Der Leiter des Gesundheitsamtes weist ferner darauf hin, dass die Gefahr an einer Influenza zu erkranken, derzeit weit höher sei als die Möglichkeit, sich mit dem Coronavirus zu infizieren. Bisher sind der Behörde in diesem Jahr, bis KW 9, 93 Grippe-Erkrankungen im Landkreis gemeldet worden. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 52 Fälle. Das Amt rät zur Impfung gegen Influenza und zu hygienischen Vorsorgemaßnahmen wie öfteres Händewaschen.