Mitteilung der Stadtverwaltung zur Landesverordnung


„Bitte prüfen Sie, von welchen Verordnungen Sie betroffen sind und welche konkreten Maßnahmen Sie ergreifen müssen. Grundsätzlich gilt: Vermeiden Sie Sozialkontakte, so gut Sie können!“, so Osswald weiter.

Ein gutes Miteinander liegt dem OB am Herzen: „Die Solidarität der Menschen untereinander ist gefragt.“ Die Stadtverwaltung richtet dafür in Kooperation mit dem DRK derzeit eine Online-Plattform und ein Hilfe-Telefon zur Koordination privater Hilfsangebote ein. Ab sofort können sich Helfer und Hilfesuchende unter der Nummer 07441 867-540 montags bis freitags von 10 bis 12 Uhr melden, um ihre Anfragen und Angebote zu hinterlassen. Über die Online-Plattform auf der städtischen Homepage www.freudenstadt.de/hilfe werden ab Montag die Anfragen zusammengeführt, so dass Bürger sich auf diesem Weg gegenseitig unterstützen können.

Auch der Einzelhandel in Freudenstadt stellt sich bestmöglich auf die neue Situation ein. Viele Händler bieten Onlineshops an, andere einen Lieferservice. Eine Liste aller Betriebe mit Lieferservice wird in den nächsten Tagen auch über die Homepage der Stadt zur Verfügung stehen. OB Osswald appelliert an die Bürger, diese Dienstleistung in Anspruch zu nehmen, um den örtlichen Handel in dieser Zeit zu unterstützen.

Das gute Wetter verleitet derzeit immer noch viele Menschen, die freie Zeit zu nutzen, um sich mit Freunden und Bekannten in der Stadt zu treffen. „Dieses Verhalten läuft den Zielen der Verordnung natürlich völlig entgegen“, stellt Osswald fest. „Wir hoffen, dass inzwischen jedem klar wird, dass der persönliche Freiraum nicht mehr an erster Stelle stehen kann. Sollten wir feststellen müssen, dass die angeordneten Maßnahmen nicht eingehalten werden – was wir wirklich nicht hoffen – wird die Landesregierung nicht anders können, als weitere Maßnahmen bis hin zur Ausgangssperre anzuordnen.“

Durch die Verordnung ist die Stadtverwaltung Freudenstadt als Ortspolizeibehörde verpflichtet, die Maßnahmen zu überwachen und bei Nichteinhaltung auch Strafen zu verhängen.

„Ich bin sicher, dass die Bürgerinnen und Bürger spätestens jetzt die Tragweite der Situation erkennen, sich mit anderen solidarisch zeigen und das Ziel der Ausbreitung des Virus über das eigene Wohl stellen.“, so der Oberbürgermeister optimistisch.

Das Update vom 20. März gibt es hier
Um die weitere Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, werden Einrichtungen und Geschäfte in großem Umfang bis zum 19. April geschlossen. Es gelten unter anderem folgende Regelungen:

Offen bleiben
  • Einzelhandel für Lebensmittel
  • Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste
  • Getränkemärkte
  • Apotheken
  • Sanitätshäuser
  • Drogerien
  • Tankstellen
  • Banken und Sparkassen
  • Poststellen
  • Frisöre, Reinigungen, Waschsalons
  • der Zeitungsverkauf
  • Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte sowie der Großhandel
  • Hofläden und Raiffeisenmärkte

Diese Verkaufsstellen können jetzt auch am Sonntag und Feiertag geöffnet werden.
Alle weiteren Verkaufsstellen des Einzelhandels, die nicht zu den oben genannten Einrichtungen gehören, werden geschlossen.

Gaststätten

Der Betrieb von Gaststätten wird grundsätzlich bis zum 19. April untersagt.

Vom Verbot ausgenommen sind allerdings Gaststätten, die Speisen und Getränke anbieten, sowie Mensen, wenn sichergestellt ist, dass
  • die Plätze für die Gäste so angeordnet werden, dass ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen den Tischen gewährleistet ist,
  • Stehplätze so gestaltet sind, dass ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen den Gästen gewährleistet ist.
  • Die Gaststätten dürfen frühestens ab sechs Uhr geöffnet und müssen spätestens ab 18 Uhr geschlossen werden.

Der Betrieb folgender Einrichtungen wird bis zum 19. April untersagt:
  • Kultureinrichtungen jeglicher Art, insbesondere Museen, Theater, Schauspielhäuser, Freilichttheater
  • Bildungseinrichtungen jeglicher Art, insbesondere Akademien und Fortbildungseinrichtungen, Volkshochschulen
  • Kinos
  • Schwimm- und Hallenbäder, Thermal- und Spaßbäder, Saunen
  • alle öffentlichen und privaten Sportanlagen und Sportstätten, insbesondere Fitnessstudios, und ähnliche Einrichtungen
  • Jugendhäuser
  • öffentliche Bibliotheken
  • Vergnügungsstätten, insbesondere Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen
  • Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen
  • Eisdielen, Bars, Shisha-Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen
  • Messen, Ausstellungen, Freizeit- und Tierparks sowie Anbieter von Freizeitaktivitäten (auch außerhalb geschlossener Räume), Spezialmärkte
  • Öffentliche Spiel- und Bolzplätze

Verbot von Versammlungen und Veranstaltungen

Untersagt sind Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie Angebote von Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich sowie Reisebusreisen.

Untersagt sind Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen, Synagogen und die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften.

Auch alle sonstigen Veranstaltungen sind untersagt, darunter fallen insbesondere auch private Feste und Treffen im eigenen Zuhause.


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