Gedenken an den 75. Jahrestag der Zerstörung von Freudenstadt



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Am 16. April jährt sich die Zerstörung Freudenstadts kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs zum 75. Mal. Aufgrund der besonderen Umstände kann keine offizielle Gedenkfeier stattfinden. Da dieses furchtbare Ereignis aber nicht in Vergessenheit geraten darf und nationalistische Tendenzen in Europa derzeit wieder stärker werden, möchte die Stadt einen besonderen Weg gehen. Zum Gedenken an diesen einschneidenden Punkt der Stadtgeschichte wird Oberbürgermeister Julian Osswald einen Kranz am Gefallenendenkmal im Park Courbevoie niederlegen und eine kurze Ansprache halten, die aufgezeichnet und anschließend per Videobotschaft ins Netz gestellt wird. Diese wird ab Donnerstagnachmittag auf der städtischen Internetseite und auf seinen persönlichen Seiten in den Sozialen Medien zu finden sein. „Wir wollen als Stadt ein Zeichen gegen Krieg und Gewalt und für die Versöhnung setzen“, betont Osswald.

Die Sperren und Abwehrkämpfe von versprengten deutschen Einheiten gegen die vorrückenden französischen Truppen führten bei Freudenstadt am 16. April 1945 zu einem verheerenden Gewaltausbruch. Der französische Befehlshaber entschied, die Stadt mit Artillerie beschießen zu lassen. Ab ca. 14:30 Uhr brach ein wahres Inferno über Freudenstadt herein, das weite Teile der Stadt in Schutt und Asche legte. Als besonderes Zeichen der Erinnerung an den zerstörerischen Angriff werden ab 14:30 Uhr alle Kirchenglocken in der Kernstadt und in den Stadtteilen läuten. "Auch das ist ein starkes Zeichen der gemeinsamen Erinnerung, für das ich den Kirchengemeinden herzlichen danken möchte", so der Oberbürgermeister.

Zerstörung Freudenstadts