Baurechts- und Ordnungsamt

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Energetische Gebäudesanierung

Energetische Sanierung, auch thermische Sanierung, bezeichnet in der Regel die Ertüchtigung eines Gebäudes zur Minimierung des Energieverbrauchs für Heizung, Warmwasser und Lüftung.

Mögliche Maßnahmen, um den Energieverbrauch zu minimieren:
  • Außenwanddämmung
  • Dachdämmung
  • Fenstersanierung
  • Heizungssanierung (Niedertemperaturkessel, Brennwertkessel, Mikro-KWK, Wärmepumpe)
  • Kellerdeckendämmung
  • Solarthermie zur Warmwasser- und/oder Heizungsunterstützung
Ein Haus sollte bei einer energetischen Sanierung immer als Ganzes betrachtet werden, um Bauschäden zu vermeiden. Die Maßnahmen sind verschieden kombinierbar und es sollte vor Beginn einer energetischen Sanierung ein Energieberater hinzugezogen werden, um die Maßnahmen individuell für das jeweilige Gebäude zu optimieren.

Die Bundesregierung fördert Energiesparmaßnahmen an Gebäuden wie nie zuvor: Das erheblich ausgeweitete CO2-Gebäudesanierungsprogramm unterstützt energetische Sanierung durch steuerliche Vergünstigungen und finanzielle Unterstützung.

Durch Modernisierung etwa der Heizungsanlage, Erneuerung der Fenster, Wärmedämmung von Außenwänden, Kellerdecken und Dächern lässt sich Energie einsparen. Hinzu kommen niedrigere Nebenkosten und weniger Klimagifte. In vielen Fällen liefert dabei die Wärmedämmung den höchsten Teilbetrag. Schon die Dämmung der Hüllfläche kann den Energiebedarf um ein Drittel bis zur Hälfte senken.

Bislang wurde - so die Deutsche Energieagentur (DENA) - von den möglichen energetischen Einsparpotenzialen bei Sanierungen durchschnittlich nur rund ein Drittel genutzt. Um dies zu ändern, hat die Bundesregierung bei der KfW-Förderbank mit Haushaltsmitteln drei Programme aufgesetzt:
  • CO2-Gebäudesanierungsprogramm für umfassende Sanierungen,
  • „Wohnraum Modernisieren" für einzelne energetische Maßnahmen und
  • Ökologisches Bauen" für Neubauten wie Energiesparhäuser und Passivhäuser.

Mit dem CO2-Gebäudesanierungsprogramm der Bundesregierung sollen bis 2020 rund 50 Milliarden Euro Heizkosten gespart werden.Das Programm wurde 2001 aufgelegt und 2006 vereinfacht und modernisiert. Seit diesem Jahr gelten nochmals deutlich verbesserte Programmbedingungen. Zinssätze können verbilligt und Tilgungszuschüsse gezahlt werden. Darüber hinaus bekommen Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern und Eigentumswohnungen jetzt direkte Zuschüsse.
Bestehende Gebäude brauchen etwa dreimal soviel Energie wie Neubauten. Sanierungsmaßnahmen senken den Energiebedarf um etwa 50 Prozent auf das heutige Anforderungsniveau von Neubauten. Das CO2-Gebäudesanierungs-programm hilft über Kredite und Zuschüsse die oft hohen Investitionen zu realisieren und rentabel zu machen.


Was wird gefördert?

Das Programm dient der Förderung von Maßnahmen zur Energieeinsparung und zur Minderung des CO2-Ausstoßes an Wohngebäuden anhand von energetischer Sanierung und Maßnahmenpaketen zur Energieeinsparung. Förderfähig sind Investitionskosten, die durch die energetischen Maßnahmen bedingt sind. Dazu gehören Beratungs- und Planungskosten sowie Ausgaben für notwendige Nebenarbeiten. Eine Kombination von Kredit und Zuschuss ist nicht möglich. Der Darlehenhöchstbetrag ist pro Wohneinheit auf 50.000 Euro begrenzt.

Im integrierten Energie- und Klimaprogramm vom Dezember 2007 hat die Bundesregierung festgelegt, auch die Baubegleitung bei Sanierungsmaßnahmen zusätzlich zu fördern: Bezuschusst werden seitdem Energieberatung und Baubegleitung in Höhe von 50 Prozent der Kosten, je Wohneinheit maximal 1.000 Euro. Voraussetzung ist, dass die Sanierungsmaßnahme durch das CO2-Gebäudesanierungsprogramm gefördert wird.

Wer kann Anträge stellen?

Die Kreditvariante steht allen Investoren offen. Die Zuschussvariante gilt für Eigentümer von selbst genutzten oder vermieteten Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Eigentumswohnungen. Seit diesem Jahr gibt es für gemeinnützige Organisationen, Kommunen und kommunale Zweckverbände ebenfalls Förderungen in Form von so genannten Kommunalkrediten für die energetische Gebäudesanierung.
Dafür stellt die Bundesregierung 200 Millionen Euro zur Zinsverbilligung zur Verfügung. In den neuen Bundesländern kann der gewährte Kredit sogar 100 Prozent der gesamten Investitionssumme ausmachen.
Ausführliche Beratung und weiterführende Informationen gibt die KfW-Förderbank. Telefon-Hotline 0180 1335577. Persönliche Beratung nach telefonischer Voranmeldung beim Beratungszentrum der KfW, Charlottenstraße 33/33a, 10117 Berlin - Montag bis Donnerstag von 9 bis 18 Uhr und am Freitag von 9 bis 15 Uhr, Telefon 030 20264-5050, Fax 030 20264-5445.

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