Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Krisen, auf die man sich vorbereitet, sind keine Krisen. Ist das so? Im Moment wissen wir nicht, welche Folgen und Einschränkungen der russische Krieg in der Ukraine und dessen Auswirkungen noch mit sich bringen.

Im Augenblick sieht es so aus, als wäre die Lage zumindest im jetzt anstehenden Winter halbwegs stabil. Die Gasspeicher sind beispielsweise bis zum Frühjahr gefüllt. Die Frage lautet eher: Wie sieht es im übernächsten Winter aus? Politik und Behörden, dazu zählt natürlich auch die Stadt Freudenstadt, sind dennoch seit Monaten dabei, Risiken abzuschätzen und Vorkehrungen für diverse Szenarien zu treffen, damit die Versorgung unserer Einwohner sichergestellt sind, wenn sich die Lage doch noch zuspitzen sollte. Dazu zählt unter anderem Trinkwasser, das aufbereitet und in die Netze eingespeist werden muss. Um es ganz deutlich zu sagen: Es sind Szenarien und Vorkehrungen. Im Augenblick gibt es für uns als Stadt keine Anhaltspunkte, die auf eine länger andauernde Ausnahmelage hindeuten.

Dennoch kann es nicht schaden, ein paar Vorbereitungen zu treffen. Das gilt auch für jeden Einzelnen und jeden Privathaushalt. In den folgenden Beiträgen, zusammengestellt auf Grundlage von Checklisten des Bundesamts für Bevölkerungsschutz, will die Stadt ihren Einwohnern eine Handreichung geben, was man in Zeiten wie diesen – im Grunde genommen eigentlich jederzeit – im Haus haben sollte.

Außerdem noch mal unser eindringlicher Appell, Energie zu sparen. Je mehr Gas beispielsweise in den Speichern über den Winter hinaus bleibt, desto entspannter ist tendenziell die Lage vor der Heizperiode 2023/24 – und den eigenen Geldbeutel!  Also: Vorsicht: ja. Panik: nein!

Ihr

Julian Osswald
Oberbürgermeister