• Skizze Drahtziehbank

  • Häuser Freudenstadt Skizze

  • Schloss Freudenstadt Skizze
  • Unser Tipp:

    Das Buch "Inventarium Heinrich Schickhardt" (ein Verzeichnis aller seiner Werke, Güter und Besitztümer) ist ab sofort im Buchhandel erhältlich:

    Kulturstraße des Europarats Heinrich Schickhardt e.V. (Hrsg.)
    Heinrich Schickhardt. Inventarium 1630—1632
    664 Seiten, 106 Farbabb., 4 Karten
    Format 24 x 30 cm, gebunden, Leinen mit Prägung, Schutzumschlag
    ISBN: 978-3-7650-8616-8

Heinrich Schickhardt (1558-1635)
Baumeister von Freudenstadt

1598 erließ Herzog Friedrich I. von Württemberg eine Bergordnung, in der er unter anderem den Bau einer neuen Stadt ob St. Christophstal mit Kirche, Markt, Gewerbebetrieben und Stadtmauer versprach. Die Idee dazu hatte er wohl schon früher, denn 1597 erteilte er seinem herzoglichen Baumeister Heinrich Schickhardt den Auftrag, die ersten Pläne zu entwerfen. Erst nach mehreren Entwürfen war der Herzog zufrieden und am 1. April -oder nach alter Zeitrechnung am 22. März- 1599 steckte Schickhardt im Beisein seines Landesherrn die Hauptlinien der neuen Stadt ab. Die Arbeiten an der nach Plänen Heinrich Schickhardts zu bauende Stadtkirche begannen 1601, die an dem zweiten herrschaftlichem Gebäude, dem Kaufhaus (heute Schickhardtbau genannt) ein Jahr später. Inmitten des großen Platzes sollte nach dem Willen des Herzogs ein Schloss stehen, um seinen Herrschaftsanspruch zu verdeutlichen. Doch 1608 verstarb Herzog Friedrich ganz plötzlich und das Schloss wurde nie realisiert.

Während der Bauzeit der Stadt war Schickhardt meist nicht selbst vor Ort. Er betreute zur gleichen Zeit noch einige weitere Projekte und kam daher nur ab und an zur Baustelle, um nach dem Rechten zu sehen. Auch ging er zwischendurch mit seinem Landesherrn auf gleich zwei Italienreisen: einmal vom 18. Januar bis Anfang April 1598 und dann nochmals vom 13. November 1599 bis 17. Mai 1600. Die auf diesen Reisen gewonnen Inspirationen setze er gleich um (zum Beispiel die Arkaden). Nach dem Tod von Herzog Friedrich wurde der Stadtbau nicht mehr groß weitergeführt. 1610 raffte die Pest eine große Anzahl der Einwohner nieder, viele verließen die Stadt. Schickhardt bekam den Auftrag, die Stadt endlich zu befestigen, doch da das Geld fehlte, wurde 1627 ein bescheidener Holzzaun errichtet. Nur fünf Jahre später fiel dieser Zaun neben vielen Gebäuden einem Stadtbrand zum Opfer. Heinrich Schickhardt kam nach Freudenstadt, um das Ausmaß der Zerstörung zu begutachten. Beim Wiederaufbau war er aber dann nicht mehr dabei.

Heinrich Schickhardt war nicht nur als Baumeister tätig. Als Techniker und Ingenieur bekam er vom Herzog Aufträge, Pläne für technische Anlagen und maschinelle Einrichtungen zu fertigen. So zeichnete er zum Beispiel 1611/12 einen Entwurf für eine Drahtziehbank, die dann auch tatsächlich in einer Drahtmühle im Christophstal stand. Auf dem Platz der damaligen Drahtmühle steht heute das Haus Kitzlinger.


Verein „Europäische Kulturstraße Heinrich Schickhardt“

Initiiert von Gerhard Hertel († 2007) wurden schon 1989 erste Gespräche für eine Vereinigung von Schickhardt-Städten (damals nur Montbéliard, Freudendstadt und Herrenberg) aufgenommen, um an das Werk des Renaissancearchitekten zu erinnern. 1998 wurde schließlich der Verein „Europäische Kulturstraße Heinrich Schickhardt“ gegründet, in dem Freudenstadt seitdem Mitglied ist. 1999 eröffnete man hier in Freudenstadt die „Schickhardt-Straße“.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage
Heinrich-Schickhardt-Kulturstraße


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Impressionen aus Freudenstadt
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