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Lärmaktionsplan

Der Gemeinderat Freudenstadt hat in seiner Sitzung am 24. Oktober 2017 den Lärmaktionsplan beschlossen.

Nach der Umsetzung des EU-Rechts in nationales Recht sind die Gemeinden nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz verpflichtet, Lärmaktionspläne aufzustellen. Neben Ballungsräumen, die hiervon in einer ersten Stufe betroffen waren, sind in der zweiten Stufe auch Städte und Gemeinden betroffen, in deren Bereich Fahrzeugbelastungen von mehr als 8.200 Kfz in 24 Stunden vorliegen.

Die Lärmkartierung erfolgte durch die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) und betrifft auch Teile der Kernstadt von Freudenstadt. Das Verfahren zur Lärmaktionsplanung besteht unter anderem aus der Bewertung der Lärmsituation, einem Maßnahmenkatalog zur Lärmminderung sowie einer Öffentlichkeitsbeteiligung.

Die Stadt Freudenstadt hat in Zusammenarbeit mit einem Ingenieurbüro die Auswertung der Verkehrszahlen und die erforderlichen Berechnungen vorgenommen, dabei wurden die Bereiche identifiziert, in denen vordringlich Maßnahmen im Lärmaktionsplan festzulegen sind. Unter anderem verkehren an der Marktplatzkreuzung täglich rund 24.000 Fahrzeuge, davon 15% Schwerlastverkehr. Die als lärmbelastet identifizierten Bereiche sind vorrangig die Stuttgarter Straße (B28), Murgtalstraße (B462), Loßburger Straße/Straßburger Straße (B28), Ringstraße, Blaicherstraße und Bahnhofstraße.

Aus diesen Daten wurde nun ein Katalog erstellt, der straßenverkehrliche und straßenbauliche Maßnahmen vorsieht (kurz-, mittel- und langfristig), darüber hinaus begleitende passive Lärmschutzmaßnahmen. Als straßenverkehrliche Maßnahmen sind Geschwindigkeitsbeschränkungen auf 30 km/h („Tempo 30“) im Bereich des Marktplatzes, der Murgtalstraße (nördlich der Ulanenstraße bis Marktplatz), der Stuttgarter Straße (zwischen Marktplatz und Bahnhofstraße), der Loßburger Straße (südlich des Marktplatzes bis zum Promenadeplatz), der Straßburger Straße (westlich des Promenadeplatzes bis Einmündung Hartranftstraße), der Martin-Luther-Straße (zwischen Ringstraße und Marktplatz) und der Ringstraße (zwischen Stadtbahnhof und Einmündung Stuttgarter Straße) vorgesehen. Diese Maßnahmen sollen kurzfristig zu einer Lärmminderung führen, sie bedürfen der Zustimmung des Regierungsprädium Karlsruhe.

Lärmoptimierte Straßenbeläge und der Umbau der Kreuzungsbereiche am Promenadeplatz (derzeit bereits in Ausführung) sowie Stuttgarter Straße/Blaicherstraße sollen kurz- und mittelfristig als straßenbauliche Maßnahmen für Lärmminderung sorgen. Langfristige Maßnahmen sind unter anderem der Bau von Lärmschutzwällen, z. B. im Zuge weiteren Siedlungsentwicklung, sowie der geplante Tunnel, der in den nächsten Jahren gebaut werden soll. Die Stadt Freudenstadt wird Betroffene auch weiterhin unterstützen, wenn diese Anträge zur Förderung von Lärmschutzfenstern an Bundes- und Landstraßen beim zuständigen Regierungspräsidium Karlsruhe stellen.

Bei bedeutsamen Entwicklungen für die Lärmsituation, davon unabhängig aber spätestens alle 5 Jahre nach dem Zeitpunkt der Aufstellung, sind Lärmaktionspläne zu überarbeiten. Mit dem Beschluss des Gemeinderats in seiner Sitzung am 24.10.2017 geht damit ein umfangreiches Verfahren mit großer Öffentlichkeitsbeteiligung einerseits zu Ende. Andererseits beginnt hiermit gleichzeitig die Zeitspanne einer späteren Fortschreibung des Lärmaktionsplanes. Gemeinderat und Verwaltung haben auch festgelegt, dass - ergänzend zum derzeitigen Maßnahmenkatalog im Lärmaktionsplan - Strategien entwickelt und (weiter)verfolgt werden sollen, die zur Vermeidung und Verminderung von motorisiertem Individualverkehr geeignet sind und damit bewirken, dass die Lärmemissionen durch Kfz reduziert werden.

Impressionen aus Freudenstadt
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