Volltextsuche auf: https://www.freudenstadt.de
Museumseingang
Seite vorlesen

Museum im Stadthaus

Im Museum im Stadthaus mitten auf dem Marktplatz kann man die Geschichte Freudenstadts und des Landkreises entdecken.

Öffnungszeiten

Jeden Tag (außer Montag) und kostenlos!

„Der Wald lockt – Sommerfrischler, Luftschnapper und Touristen“ in die große Eingangshalle des Stadthauses, denn hier wird die Geschichte des Schwarzwald-Tourismus erzählt. Heilsames Wasser, große Hotels, frische Luft und der Bau der Schwarzwaldhochstraße spannen einen weiten Bogen bis 1950er Jahre.

Über den roten Teppich wird man ins Obergeschoss geleitet, um „Eine Zeitreise in die 1950er Jahre“ anzutreten, eine Hommage an das Haus, das 1954 errichtet wurde. Die originale Fünfzigerjahre-Ausstattung schafft das passende Ambiente für diese Ausstellung, die das Lebensgefühl aber auch die gesellschaftlichen Umbrüche der Wirtschaftswunder-Zeit zum Thema hat.

Dauerausstellung

Seit Frühjahr 2012 wird die Dauerausstellung „Zerstörung und Wiederaufbau Freudenstadts 1945 – 1954“ im anschließenden Ostsaal gezeigt. Man wird hineingenommen in die Endphase des Zweiten Weltkrieges, als Freudenstadt im April 1945 durch Beschuss und Brand zerstört wurde. In den nächsten Jahren ging es oft um das nackte Überleben, wie es die Ausstellungsstücke belegen. Doch nach neun Jahren bis 1954 war die Stadt wieder strahlend aufgebaut. Man sprach vom ‚Wunder von Freudenstadt‘. Wie war das möglich? Wer waren die Köpfe und Macher bei dieser stadtweiten Großbaustelle? Wie verliefen die Auseinandersetzungen und Diskussionen? An Hand von 14 Tafeln und großen Panoramen wird der Besucher durch die Geschichte geführt. Aber es gibt auch bei jeder Station etwas zu entdecken. Nach und nach merkt man, dass zwei Kinder – Georg und Erika - uns ihre eigene Geschichte erzählen: Das Abenteuer in dieser zerstörten Stadt zu überleben und aufzuwachsen.

Anschließend kann man im Kunstkabinett einen Streifzug durch 150 Jahre Kunst in der Region des Nordschwarzwaldes machen. Gemälde, Aquarelle ergänzt durch Zeichnungen und Plastiken bieten einen interessanten Querschnitt und führen über eine Treppe auf die Ebene des Ludwig-Schweizer-Saales.

Zu Ehren von Ludwig Schweizer, Stadtbaumeister des Wiederaufbaus von 1949 – 1954, hat dieser großzügige Raum seinen Namen erhalten.

Im Schweizersaal wird die Geschichte Freudenstadts und des Landkreises mit seinen zahlreichen kulturellen, politischen und religiösen Bruchlinien nachgezeichnet. Oft ist dabei Freudenstadt ein Kristallisationspunkt. Von den Alamannen bis in die 1970er Jahre erzählen viele originelle Exponate in den Vitrinen ihre Geschichte. Napoleon hat dem Land seinen Stempel aufgedrückt, Auswanderer kamen von hier und suchten eine neue Heimat in Russland und in Übersee. Die religiöse Vielfalt der Region und die klaren Ausprägung des „Evangelischen“ und des „Katholischen“ kann man hier gut nachvollziehen. Freudenstadt spielte in den 1950er Jahren eine wichtige Rolle bei der Gründung Baden-Württembergs.
 
Das mächtige Dach birgt ein Heimatmuseum, in dem unter anderem zum Bergbau im Christophstal herausragenden Funden gezeigt werden. Dem „Ruhesteinvater“ Julius Euting (1839 – 1913) ist ein eigenes Abteil gewidmet. Er war Forschungsreisender in Arabien und ein Fachmann für arabische und aramäische Sprachen. Der Orient schärfte seinen Blick für die Heimat. Mit feinen Aquarellen hielt er die Schönheiten der Schwarzwaldlandschaften fest. Ende des 19. Jh. gab er die erste Wanderkarte der Region heraus.

Hier finden Sie das Museum

Impressionen aus dem Museum

Nach oben