Dienstleistung

Finanzwesen Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung

Die Abwasserbeseitigung ist eine Pflichtaufgabe und hoheitliche Tätigkeit der Stadt Freudenstadt und wird seit 01.01.1994 als Eigenbetrieb nach dem kommunalen Eigenbetriebsgesetz – als Sondervermögen mit eigener kaufmännischer Rechnungslegung – geführt.

Der Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung stellt einen eigenen Wirtschaftsplan nach kaufmännischen Grundsätzen auf. Er besteht aus dem Erfolgs- und Vermögensplan sowie einer mehrjährigen Finanzplanung mit eigener Investitionsplanung und eigener Kreditwirtschaft.

Nach den entsprechenden Ausgabe- und Einnahmeansätzen des Erfolgsplans erfolgt die Gebührenkalkulation. Die Abwassergebühren (Schmutzwasser- und Niederschlagswassergebühren) sind so zu kalkulieren, dass die laufenden Ausgaben der Abwasserbeseitigung abzüglich der Einnahmen gedeckt werden. Die Abwasserbeseitigung ist durch einen hohen Anteil an Fixkosten (Vorhaltekosten 75 % bis 85 %) geprägt. Die Abwassergebühren sind kostendeckend festzusetzen, ein Gewinn darf nicht einkalkuliert werden. Eventuelle Kostenüber- und Kostenunterdeckungen sind durch Verrechnung mit vorangegangenen oder nachfolgenden Jahren auszugleichen. Der Ausgleich hat innerhalb eines Zeitraums von längstens fünf Jahren zu erfolgen.

Grundlage für die Kalkulation der gesplitteten Abwassergebühren ist eine Kostenstellen-/Kostenträgerrechnung mit den Hauptkostenstellen (wo entstehen die Kosten), den Kostenarten (welche Kosten entstehen) und den Kostenträgern (wofür entstehen die Kosten). Die Gebührenermittlung erfolgt durch Zuordnung der Kostenarten zu den Kostenstellen sowie der Aufteilung (anhand von Verteilungsschlüsseln) auf die Kostenträger: Schmutzwasser, Niederschlagswasser und Straßenentwässerung.

Der Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung hat eine eigene Wirtschaftsführung mit einer eigenständigen Rechnung und einem eigenen Jahresabschluss. Er verfügt über ein eigenes Finanzierungssystem und über einen eigenständigen Finanzierungskreis. Kredite werden ausschließlich zur Finanzierung von Investitionsmaßnahmen des Eigenbetriebs aufgenommen und verwendet.

Die finanzwirtschaftliche und organisatorische Selbständigkeit des Eigenbetriebs ermöglicht eine größere Transparenz und wirtschaftliche Erfolgskontrolle mit einem genaueren Überblick über die Ertragslage durch die Gewinn- und Verlustrechnung sowie über das Vermögen und die Schulden durch die Bilanz. Ferner wird eine größere Effektivität und Flexibilität in Planung und Vollzug der Aufgabenerfüllung erreicht. Darüber hinaus wird eine effiziente Unternehmensführung mit einer weitgehenden Steuerungsmöglichkeit durch die Stadt und ihre Organe gewährleistet.

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