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Der Neptunbrunnen im Winter
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Sehenswürdigkeiten

Der größte Marktplatz Deutschlands, die markante Stadtkirche, das historische Besucherbergwerk oder der Friedrichsturm mit seinem fantastischen Blick über die Stadt: Freudenstadt ist sehens- und erlebenswert.

Werfen Sie einen Blick auf ausgesuchte Punkte in Freudenstadt und lernen Sie unsere Stadt kennen.

Stadtkirche

Blick auf die Stadtkirche im Sommer
Marktplatz 35
72250 Freudenstadt
Telefon:
07441 81469
Aufgrund von Renovierungsarbeiten ist die Stadtkirche zur Zeit geschlossen und kann nicht besichtigt werden!

Die Grundsteinlegung der Stadtkirche Freudenstadt war am 2. Mai 1601. Bis 1608 wurde die Kirche einmalig winkelhakenförmig gebaut. Heinrich Schickhardt hatte den Auftrag bekommen, die Kirche nicht nur im Stil der Spätrenaissance zu bauen, sondern auch Stilelemente anderer Epochen einzuplanen, weshalb auch gotische Formen den Bau prägen.

Große Teile der Stadt wurden in der Nacht von 16. auf 17. April 1945 beim Angriff auf Freudenstadt zerstört, darunter auch die Stadtkirche. Der Wiederaufbau von Stadt und Kirche von 1949 bis 1954 erfolgte nach den alten Plänen von Heinrich Schickhardt. Der Innenraum der heutigen Kirche ist wesentlich schlichter gehalten, denn die Wappendecke, der gesamte Chorstuhl und die sonstige üppige Innenausstattung gingen bei der Zerstörung verloren.

Heute sind noch das Kruzifix (um 1500), der Taufstein (um 1150) und das Lesepult (um 1150) als einmalige Kunstwerke in der Kirche zu bestaunen.

Der Korpus des Kruzifixes hat die Größe eines damaligen Menschen (um 1,70 m) und der Gesichtsausdruck wechselt je nach Standort des Betrachters. Von links betrachtet sieht man das Gesicht eines leidenden, gefolterten Menschen (während der Todesfolter auf Golgatha), von vorne betrachtet das friedliche Gesicht eines sterbenden Menschen, der seinen inneren Frieden gefunden hat und von rechts betrachtet den friedlich eingeschlafenen (verstorbenen) Jesus.

Der Taufstein, von lombardischen Laienmönchen, die damals durch die Lande zogen, in der Klosterwerkstatt Hirsau gemeißelt, verweist noch an alte Zeiten, als die Täuflinge ganz ins Wasser getaucht wurden. Unterteilt in drei Zonen, die jeweils durch ein breites Kordelband getrennt sind, stellen sich die unterste Zone, die Welt ohne den Glauben an Gott, in der Hauptzone der Kampf der Machtbehauptung in der Welt gegen die gute Macht Jesu Christi dar und oben am Rand  als kleinste Zone das ewige Wellenband, das Taufwasser, durch das der Täufling dem christlichen Glauben zugeführt wird.

Das Lesepult kam aus dem Kloster Alpirsbach nach Freudenstadt. Eine kleine Sensation, denn die aus einem Lindenbaumstamm geschnitzten Figuren weisen erstmals im Süddeutschen Raum ein Kunstwerk aus, das mit vollrunden Figuren und nicht mehr reliefartig gefertigt ist. Der Kasten, aus Weidenholz geschnitzt, wurde dann auf die tragenden Hände und Schultern der vier Evangelisten aufgesetzt.

Diese Evangelisten sind durch die Anfangsbuchstaben in lateinischer Schrift auf einem Spruchband und dem biblischen Symbol über den Figuren zu erkennen. In diesen Kasten stellte man früher eine Schale mit glühenden Kohlen, auf denen Weihrauchkugeln lagen. Durch das Verdunsten drang der Weihrauch, der „Atem Gottes“, über kleine Kupferleitungen aus dem Inneren des Kastens im Nacken der Evangelistensymbole während des Gottesdienstes nach außen und verbreitete sich unter den Gottesdienstbesuchern, die symbolisch den“ Atem Gottes“ in sich aufnahmen.
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Hinweise
  • Ein für Kinderwagen geeigneter Zugang ist vorhanden
  • Ein rollstuhlgerechter Zugang ist vorhanden
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Parkmöglichkeiten

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